
Nittenau. (my) Die „Ochsentour“ geht ihrem Ende entgegen. Auch für die SPD im Stimmkreis 305 Regensburg-Land/Schwandorf. Am Sonntag-Abend schilderten die Kandidaten für das Land und Bezirkstagsvotum nochmals ausführlich ihre Vorstellungen. Und sie sind mit Blick auf die Wahl in sechs Tagen optimistisch. Die Alleinherrschaft der CSU werde, so der Tenor, zu Ende gehen.
Matthias Fischer hatte ein Heimspiel. Der Nittenauer Hochschulabsolvent tritt als Direktkandidat für den Landtag an und er gab auch gleich die Marschrichtung vor: „Wir dürfen bis zur letzten Minute nicht nachlassen. Unser Ziel ist und bleibt es, in Bayern die Regierungsverantwortung zu übernehmen“, betonte der 26-Jährige.
Der Geldbeutel...
Trotz aller „Schönheit“ seien die schweren Defizite im Freistaat nicht zu übersehen. „Und wir haben die Konzepte, diese Probleme zu lösen“, ergänzte er. So dürfe der elterliche Geldbeutel nicht mehr entscheidend für den Ausbildungsgrad der Kinder sein. Der massive Aussonderungsdruck nach der vierten Klasse müsse weg, das letzte Kindergartenjahr sei
als Vorbereitung auf die Schule kostenfrei zu stellen. Abschaffung der Studiengebühren und Sanierung der Universitäten sind weitere Forderungen Fischers.
Es regnet herein
Die Uni Regensburg sei ein „erschreckendes Beispiel für die Untätigkeit der CSU-Staatsregierung“, führte Matthias Fischer seine „Herzensangelegenheit“ ins Feld. Dort regne es überall herein, der Investitionsstau, der sich hier gebildet habe, sei gewaltig. Nicht vergessen werden dürfe der ländliche Raum mit infrastrukturellen Maßnahmen wie DSL und Bahnelektrifizierung. In den Bezirkstag will Direktkandidat Johann Dechant, zweiter Bürgermeister von Regenstauf und SPD Fraktionssprecher im Regensburger Kreistag. „Ich bin mächtig stolz auf die Direktkandidatur im Stimmkreis 305. Ich darf um das Mandat von
Hans Schuierer kämpfen“, ließ er verlauten. Er hofft darauf, den Schwung aus der Kommunalwahl mit in den kommenden Sonntag nehmen zu können.
„Milliarden verschleudert“
Die Zeit, eine Wende herbeizuführen, sieht auch der Listenkandidat für den Bezirk und Bürgermeister Karl Bley gekommen. Beste Etat-Daten auf Landesebene seien auf dem Rücken der Kommunen erreicht worden. Dagegen würden „Milliarden der Landesbank verschleudert.“ Geld, das dringend für das flache Land vonnöten wäre. Für den SPD-Bezirksvorsitzenden und MdL Franz Schindler ist der kommende Sonntag ein besonderer Tag. Es gehe darum, „das CSU-Geflecht und den dichten Filz nach über 50 Jahren zu beenden.“ Die „Horrorvision des CSU-Vorsitzenden, Bayern versinkt ohne absolute CSU Mehrheit unter 50 Prozent in der Katastrophe“, wolle er nicht weiter
kommentieren, sagte Schindler und ergänzte: „Es kommt vielmehr frische Luft herein, normale demokratische Verhältnisse sind die Folge.“
Erschienen im Neuen Tag