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Die neuen Energieträger schaffen viele Arbeitsplätze :

Presse


WAHLKAMPF. Energieexperte MdB Dr. Hermann Scheer (SPD): „Potenzial der herkömmlichen Versorgung ist am Ende.“

STÄDTEDREIECK. „Brennender den je“ nannte MdL Franz Schindler (SPD) das Thema Energiepolitik. Bei einer Veranstaltung mit MdB Dr. Hermann Scheer (SPD) im Gasthaus 3 Kronen erinnerte Schindler an den Kampf gegen die WAA und die besondere Bedeutung
des Themas Atomenergie im Landkreis Schwandorf. Als „Kampfansage“ wertete Schindler Äußerungen vonseiten der CSU, die sogar Neubauten in Erwägung ziehe. In einem engagierten bis mitreißenden Vortrag referierte Dr. Scheer über das Thema Energiepolitik. Mehrmals bezichtigte der Träger des alternativen Nobelpreises und Präsident von Eurosolar die Vertreter der Energielobby der Lüge. „Das Potenzial der herkömmlichen Versorgung ist am Ende.“ Energieträger wie Uran, Kohle der Öl erschöpften sich. Scheer verglich deren Situation mit einem Wassertopf aus dem immer mehr immer schneller trinken. „Die Zeit ist überreif!“ Gemeint ist der komplette schrittweise Umstieg auf erneuerbare Energien. Mit viel
Leidenschaft räumte er mit einigen Klischees auf. Der angeblich billige Atomstrom sei allein auf die immense Subventionierung zurückzuführen. Scheer weiter: „Das Potenzial für erneuerbare Energien infrage zu stellen ist lächerlich.“ Sachsen-Anhalt produziere heute schon fast 40 Prozent seines Stromes aus Windkraft, in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen liege dieser Anteil bei einem bis knapp zwei Prozent. „Das ist politischer Wille!“ Dabei sei „eine Windkraftanlage in einer Woche installiert und arbeitsfähig“. Auch auf weitergehende wirtschaftliche Folgen ging der Energieexperte ein, der sich selbst nicht gern als solchen“die bezeichnet. „Wir würden die großen Energiemonopole brechen. Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bedeutet: Weg von den großen Kraftwerken, hin zu kleineren Einrichtungen. Dies bedeutet eine größere Eigentümerstreuung und eine
größere Kapitalstreuung.“ Scheer: „Nach gut 200 Jahren könnte die Landwirtschaft, nachdem sie immer mehr an Bedeutung verloren hatte, wieder wachsen. Die Umstellung auf die neuen Energieträger würde zahlreiche Arbeitsplätze schaffen. Scheers Fazit: „Wir müssen von den im wahrsten Sinne des Wortes unterirdischen, zu den oberirdischen Energieträgernkommen.“ (bsb)

Erschienen in der Mittelbayerischen Zeitung

 

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